Was wäre eine Blasmusik ohne das Marschieren und ohne Spielen in einem Festzelt. Nun, in diesem Jahr wurde beides ausprobiert. Bei einer Informationsschau einiger Pfedelbacher Industriebetriebe kamen die Klänge erstmals aus dem Zelt. Und marschiert wurde anlässlich des Kinderfestes in Windischenbach. Der Marsch „Jugend ist Zukunft“ von H. Freivogelstand nicht von ungefähr auf dem Programm.

Auch äußerlich hat sich das Bild verändert. Die Musikerinnen und Musiker traten nun in einer einheitlichen blauen Uniformjacke und schwarzer Hose auf. Diese Investition ermöglichte der Ehrenbürger der Gemeinde, Willy Scheuerle. Auf 45 Musiker war die TSV-Musikkapelle – so der neue Name -inzwischen gewachsen. Die jüngste Musikerin war zehn, der älteste 68 Jahre alt.Wilhelm Rudolf, der Senior, spielt nicht nur Klarinette, sondern schwang beider „Amboss-Polka“ auch den Hammer und erhielt dafür viel Beifall.

Erstmals wagte man es, beim Wertungsspiel mitzuwirken, das dieses Jahr in Bretzfeld stattfand. Die Pfedelbacher MusikerInnen gehörtennaturgemäß in die Anfängerstufe, erhielten aber für ihren Vortrag („Kleine Festmusik“ von H. Hartwig) die Note „gut“. Anlässlich der Schlosseinweihung hatte die Gemeinde zusammen mit den Vereinen ein Straßenfest organisiert. Keine Frage, dass an den drei Tagen die Musikkapelle“Hochbetrieb“ hatte, denn zum festlichen Treiben gehören nicht nurdas Essen und Trinken, sondern ebenso das Singen, Musizieren und Tanzen. Einletzter Höhepunkt in diesem Jahr war ein Konzertabend, der zusammen mit dem Musikverein Ellhofen gestaltet wurde. Josef Bendeich hatte viel zu tun,dirigierte er doch beide Kapellen. Da wackelten schier die Wände der ehrwürdigen Pfedelbacher Festhalle, als fast 100 MusikerInnen den Marsch „So klingt es in Pfedelbach“ von dem ehemaligen Öhringer Stadtkapellmeister Franz Wirth zur Uraufführung brachten.